Netzwerktreffen „Chancen durch Vielfalt“: Fachlicher Austausch zur Zukunft beruflicher Bildung und Teilhabe
Am 26. März 2026 fand in Stuttgart das Netzwerktreffen „Chancen durch Vielfalt“ statt. Die Veranstaltung brachte Fach- und Führungskräfte aus Werkstätten für behinderte Menschen, Wissenschaft, Praxis und Verbänden zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der beruflichen Bildung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu diskutieren. Ein besonderer Fokus lag auf den Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) im Werkstattkontext.
Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens standen bundespolitische und fachliche Rahmenbedingungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich sowie deren Bedeutung für die Weiterentwicklung von Angeboten der beruflichen Bildung. Fachliche Inputs und moderierte Austauschformate boten Raum, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und zentrale Fragestellungen gemeinsam zu reflektieren.
Die Veranstaltung war eingebettet in die Netzwerkarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Baden‑Württemberg (LAG WfbM BW). 1a Zugang koordiniert und entwickelt diese Netzwerkarbeit im Auftrag und unter der Federführung der LAG WfbM BW kontinuierlich weiter. Ziel ist es, den fachlichen Austausch zu stärken, aktuelle Themen strategisch zu bündeln und Impulse für eine zukunftsorientierte Ausgestaltung beruflicher Bildung und Teilhabe zu setzen.
In thematisch ausgerichteten Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden praxisnahe Fragestellungen, unter anderem zum Einsatz digitaler Technologien, zu Qualitätsanforderungen, zu rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen sowie zu möglichen Entlastungspotenzialen für Fachkräfte. Der offene Austausch machte deutlich, dass technologische Innovationen wie KI neue Handlungsspielräume eröffnen können – zugleich jedoch klare fachliche Leitlinien, transparente Prozesse und eine konsequente Orientierung an den Bedarfen der Menschen mit Behinderung erfordern.
Das Netzwerktreffen zeigte einmal mehr die Bedeutung strukturierter Netzwerkarbeit für die Weiterentwicklung von Werkstätten und anderen Leistungserbringern der Eingliederungshilfe. Durch die enge Zusammenarbeit von Praxis, Verbänden und weiteren Akteur*innen entstehen Räume für gemeinsamen Lernprozesse, fachliche Reflexion und nachhaltige Innovationen.