GWW beim 16. Herrenberger Frühlingslauf
Am Samstag, den 16. April haben 20 Bewohner, Mitarbeiter und Personalkollegen am 16. Herrenberger Frühlingslauf des VFL teilgenommen.
Bei einem Jedermann-Lauf über 3,3 Km konnte jeder entsprechend seiner sportlichen Fähigkeiten laufen und es hat allen riesig Spaß gemacht. Mit den grünen GWW-T-Shirts waren wir nicht zu übersehen.
Stadtcafé feiert Einstand mit Jazz und Soul
Die Tische sind voll besetzt. Ein paar Leute mittleren Alters bewegen sich zur souligen Musik von Sensi Simon’s Samowar Band. Nach nur vier Wochen nach der Eröffnung beteiligt sich das neue GWW-Stadtcafé erstmals an der 13. Polarnacht in Böblingen. Bei der traditionellen Veranstaltung gab es am 2. April in 17 Bars und Kneipen der Böblinger Innenstadt wieder Livemusik für jeden Geschmack.
Die fünfköpfige Band um Simon Wagner alias Sensi Simon überzeugte mit druckvollem Rhythmus und jazzigen Bläsermotiven. „Normalerweise sind wir eine kleine Big Band mit zehn Musikern“ erklärt Bandleader und Komponist Sensi Simon, der für diesen Abend die auf den Kern reduzierte Begleitband auswählte. Doch auch mit dieser Formation zeigten die Profis aus Tübingen mit dem eigenen Sound ihr Können. Melodische Elemente, von Flügelhorn und Gitarre parallel in Szene gesetzt wechseln mit rockigen Gitarrenriffs und freien Keyboard-Improvisationen. Das prägende der Musik ist der Stilmix, zu dem sich die Musiker bewusst entschlossen. Da ergänzen soulige Rhythmen die jazzige Melodieführung - Einflüsse von Reggae, Ska, Boogaloo und der Latinmusic sind deutlich herauszuhören: „Was wir alles machen, kann man selbst kaum fassen“, meint Sensi Simon dazu. Den Zuhörern gefällt’s. Sie lassen sich mitnehmen auf die Reise zwischen den Musikstilen. Die Gäste kommen zwar erst zögerlich, später werden es aber immer mehr. Es spricht sich herum: das neue Stadtcafé lohnt einen Besuch.
Doch nicht nur die Musik lockt die Besucher. Auch die ausgefallene Architektur versetzt manche in Staunen. „Ist das denn so fertig, oder wird das noch gestrichen?“, möchte eine Frau wissen. Zwei weitere Gäste sind indes von der Gestaltung begeistert: „Diese Klarheit in der Formensprache sucht in Böblingen ihres Gleichen.“ Vielleicht muss man sich an die Kompromisslosigkeit erst gewöhnen. Ein Hingucker ist das Stadtcafé allemal.
Öffnungszeiten:
Di-Sa 10-20 Uhr
Sonntags 12-17 Uhr
Montags Ruhetag
An Feiertagen geschlossen
Stadtcafé
Poststr. 38
71032 Böblingen
07031 8198337
GWW eröffnet STADTCAFÉ in Böblingen
Am Mittwoch, den 2.3. wurde das Mehrgenerationenhaus in Böblingen an die Nutzer übergeben. In dem modernen Bau in der Poststraße 38 werden durch unterschiedliche Böblinger Gruppen und Vereine Kurse und Freizeitaktivitäten angeboten. Eine Infotheke für Bürger befindet sich ebenfalls im Haus.
Unser neues Café befindet sich in lichtdurchfluteten Räumen mit direkter Anbindung an eine Terrasse mit Blick auf den Oberen See. Dort können im Sommer ebenfalls Kaffee, Kuchen und diverse Snacks genossen werden.
Das Café-Team der GWW hat sich seit mehreren Monaten vorbereitet, um Gäste empfangen zu können und freut sich auf Ihren Besuch.
Wie wär’s mit einer Kaffeepause auch am Wochenende? Die Öffnungszeiten lassen genug Möglichkeiten für einen entspannten Besuch im Stadtcafé.
Öffnungszeiten:
Di-Sa 10-20 Uhr
Sonntags 12-17 Uhr
Montags Ruhetag
An Feiertagen geschlossen
Ursula von der Leyen besucht die GWW in Sindelfingen
„Sie denken vom Menschen her – das ist gelebte Inklusion“
Der erste Weg führt die Bundesministerin für Arbeit und Soziales am 17.2. in die Fertigung der Werkstatt der GWW – Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen. Zusammen mit Vertretern des Kunden Daimler AG möchte sie sich über die Zusammenarbeit der Werkstatt für behinderte Menschen mit der Industrie informieren. Interessiert folgt sie den Worten der Geschäftsführerin Andrea Stratmann um sich dann den Mitarbeitern in der Scheibenfertigung zu widmen. Diese erklären der Ministerin, wie sie die Gummidichtungen an den Heckscheiben der Mercedes E-Klassen anbringen. 36 Stunden härten die Klebestellen aus, bevor die Scheiben ins nahegelegene Mercedes-Werk direkt ans Montageband geliefert werden. „Das ist sehr interessant, was Sie hier machen: das ist gelebte Inklusion“, bemerkt die Ministerin anerkennend. Selbstverständlich an den Prozessen der Industrie teilzuhaben und damit in den normalen Produktionsprozess eingebunden zu sein wirke sinnstiftend.
Dass dies nicht ohne grundlegende Schulungs- und Bildungsangebote erreicht werden kann, wird an einem weiteren Arbeitsplatz deutlich, an dem der Mitarbeiter den Arbeitsprozess stoppt, als die Fotografen in den Gefahrenraum seiner Maschine treten. Selbst in dieser besonderen Situation weiß er um die Arbeitssicherheit und wartet, bis die Fotografen wieder etwas zurücktreten.
Qualifizierung ist die Basis für die vielen verschiedenen Tätigkeitsfelder, die die Werkstätten anbieten. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Tätigkeiten anzubieten, damit die beschäftigten Personen einen Arbeit finden, die ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht“, erklärt Andrea Stratmann. Und dabei muss immer berücksichtigt werden, dass das Ergebnis auch wirtschaftlich verwertbar ist. Mitleid ist kein Faktor, der dauerhaft hilft. Daher baut die GWW auch keinen „Parallelarbeitsmarkt“ auf, sondern bietet nur dort Angebote, wo sie außerhalb der Werkstätten für die betroffenen Personen nicht geboten werden. „Ein Mitarbeiter wollte Bäcker werden, nun begleiten wir ihn in einer Bäckerei vor Ort, außerhalb der GWW, aber nur so lang das notwendig ist – vielleicht ergibt sich daraus auch ein Arbeitsverhältnis“, zeichnet die Geschäftsführerin als einen möglichen Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Dass dies auch mit Hilfe konkreter Qualifizierungen möglich ist, zeigt das Beispiel des von der GWW entwickelten und mittlerweile staatlich anerkannten Berufsfeld des Alltagsbetreuers. Der Wunsch verschiedener Mitarbeiter, in der Pflege und Begleitung anderer Menschen tätig zu sein, zusammen mit den Zeichen des demografischen Wandels in der Gesellschaft nutzten die GWW, eine niederschwellige Qualifizierung für Menschen mit Behinderungen aufzubauen. In diesen Bildungsmodulen lernen die Teilnehmer in ihrer eigenen Geschwindigkeit und können ihr Wissen in den Praxiswochen direkt anwenden. Die Absolventen dieses Angebots freuen sich nun an ihren Arbeitsverhältnissen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Was mir gut gefällt: Sie denken vom Menschen her, nicht vom Produkt“, lobt Ursula von der Leyen diesen Ansatz.
Doch die Ministerin erkennt auch die Probleme, die sich den Werkstätten in den Weg stellen. Der lange Weg von der Idee bis zur Umsetzung einer solchen Qualifizierung ist mit vielen Hindernissen belegt, die nicht sein müssten. So kann eine Platzierung der behinderten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit ausreichender Qualifizierung erreicht werden. Diese wird von Bildungsträgern aber nur sehr selten angeboten. Im Gegenzug werden die Werkstätten kritisch beäugt, wenn sie selbst in diese Lücke springen, um den Personen zur notwendigen Bildung zu verhelfen. Da versprach die Ministerin die Prozesse nochmals genau unter die Lupe zu nehmen: „Für uns ist es wichtig zu wissen, wo in der Umsetzung vor Ort Probleme entstehen. Da muss man auch mal von oben drauf schauen.“
Abschließend besucht Ursula von der Leyen die angehenden Alltagsbetreuer im Unterricht. Schnell entwickeln sich Fachgespräche über Demenz, alte Menschen, notwendige Geduld in der Begleitung und das besondere Einfühlungsvermögen, welches die Alltagsbetreuer aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit Behinderungen mitbringen. Den Schutzengel, den die Teilnehmer der Ministerin am Ende überreichen, nimmt sie gerne an: „Man weiß nie, wann man ihn brauchen kann…“
GWW und Waldhaus starten gemeinsames Projekt zur Restaurierung eines historischen Porsche Diesels
Ein beispielhaftes Projekt mit vielen Beteiligten wurde in der GWW in Holzgerlingen gestartet. Auf 13 junge Menschen aus den Bildungsbereichen der GWW und der Jugendhilfe Projekt Prowerk des Waldhaus Hildrizhausen wartet nun ein dreiviertel Jahr mit interessanten Arbeiten rund um die Restaurierung eines alten Porsche Diesels.
Diese alten Traktoren haben mittlerweile einen großen Liebhaberkreis. Der Verein PROJEKT-PORSCHE-JUNIOR E.V. hat in Zusammenarbeit mit dem PORSCHE-DIESEL-CLUB EUROPA E.V. ein Projekt zur Restaurierung der historischen Porsche Traktoren ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Wolfgang Porsche arbeiten verschiedene Teams unter dem Motto „Aus der Lethargie in die Kreativität“ an über 80 Standorten in Deutschland, um die alten Fahrzeuge in einen technisch und optisch einwandfreien Zustand zu versetzen.
Den offiziellen Startschuß für das Projekt in der GWW gab Harald S. Stegen, Initiator und Vorstandsvorsitzender des Projekt-Porsche-Junior g.e.V., der diese Restaurierungsprojekte vor vier Jahren an einer Schule ins Leben rief: „Ich wollte Jugendlichen die Möglichkeit geben, im Rahmen einer sinnvollen Tätigkeit praktische Erfahrungen zu sammeln.“ Bis heute sind 45 Projekte abgeschlossen, über 1.000 Jugendliche erhielten ein Zertifikat, welches sie bei Bewerbungen gewinnbringend einsetzen konnten.
Nachdem der Motor einmal gestartet wurde und ein lautes Nageln des Einzylindermotors die Halle füllte, zückten die Teilnehmer schnell die Werkzeuge, um mit der Arbeit an Ferdinand dem Dritten – wie der Besitzer Herr Hofacker seinen Porsche liebevoll nennt - zu beginnen. Eigens aus der Schweiz brachte er den Traktor nach Holzgerlingen, damit er dort von den Projektteilnehmern restauriert werden kann. Sein Schwiegervater Peter Kredatus wurde von Hofackers Begeisterung angesteckt, so dass er mittlerweile nicht nur selbst einen Porsche Diesel restauriert, sondern als Pate im GWW-Projekt auftritt. „Durch die Arbeit am Traktor können die Jugendlichen so viel lernen. Die Mechanik ist leicht zu verstehen.“, schwärmt Kredatus. Da sicher die eine oder andere Schraube sehr fest sitzt, wünscht er den Teilnehmern viel Energie, damit sie auch bei möglichen Durststrecken ausreichend Durchhaltevermögen haben werden. Denn „es ist einfach begeisternd, etwas entstehen zu sehen, was man mit den eigenen Händen bearbeitet hat.“
Darüber hinaus lernen die Teilnehmer sehr viel selbst zu organisieren. Manche Teile lassen sich nicht einfach abschleifen, sondern müssen sandgestrahlt werden. Anschließend soll alles neu lackiert werden. Hilfe erhalten sie durch zwei Ehrenamtliche, die aus der KfZ-Branche stammen. Im Ruhestand möchten Rolf Jäger und Leonhard Steinhart ihr Wissen nun gerne an junge Menschen weitergeben.
Ab sofort treffen sich alle einmal pro Woche, um gemeinsam den Porsche Diesel wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
25. Sportfest der GWW
Anke Huber überrascht mit eigenem Sportangebot
Zum 25. Mal fand am 14. Oktober 2010 das große GWW-Sportfest statt. Traditionell trafen sich die über 600 Sportlerinnen und Sportler der GWW-Regionen Sindelfingen, Herrenberg, Calw, Nagold mit den befreundeten Teilnehmern der Werkstatt aus Leonberg im Sindelfinger Glaspalast. Mehr als 200 Personen feuerten die Aktiven an den verschiedenen Sport- und Spielstationen an.
Zielsichere Ruhe benötigte man bei Wurfdisziplinen wie Dart, Sandsackzielwurf oder Ringtunnel, bei dem ein Ball möglichst weit durch eine Reihe aufgehängter Gymnastikreifen geworfen werden muss. Eine ruhige Hand benötigt man auch beim Angeln oder dem traditionsreichen Brettspiel Jakollo. Hier werden kleine Holzpucks auf einer länglichen Holzbahn in passenden Öffnungen versenkt.
Nicht nur daran versuchte sich der Stargast des Tages, Anke Huber, ehemalige Weltranglisten vierte der Tennisdamen und Finalistin mehrer internationaler Tennisturniere. Sie ließ es sich nicht nehmen, mit den Teilnehmern zusammen im Weitsprung zu messen. Wenngleich sie von manchen jüngeren Teilnehmern nicht erkannt wurde. Aber dann konnten sie sich auch zusammen über Fußball unterhalten.
Besonderer Andrang herrschte dann beim Dosenwerfen, welches Anke Huber als besondere Überraschung nach Sindelfingen mitgebracht hatte. Standesgemäß wurden die gestapelten Dosen mit Tennisbällen zum Einsturz gebracht. Im Außenbereich der Halle fand parallel dazu das Fußballturnier der Regionen statt. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Mannschaft der GWW aus Calw klarer Sieger des Turniers und erhielt am Ende den wohlverdienten Pokal. Auch eine Gruppe von Dreikämpfern trotzte tapfer dem kühlen Herbstnebel, bevor sie zum Weitsprung in die Halle kommen konnten.
Am Ende gab es für alle Sportlerinnen und Sportler Medaillen aus der Hand des Stargastes und der Organisatoren.
Ziel erreicht! Menschen mit Behinderung erhalten ihre staatliche Anerkennung zum geprüften Alltagsbetreuer - wenn aus einer Idee Wirklichkeit wird
Zwei Auszubildende sind nun staatlich geprüfte Alltagsbetreuer und erhielten zum ersten Mal ein Diplom mit dem Landessiegel des Landes Baden Württemberg.
Vor acht Jahren war es nur eine Idee, ein Suchen und Fragen nach neuen Arbeits- und Betätigungsfeldern. Für Menschen mit Behinderungen wurde aus dieser Idee nach langem, mühevollem Weg eine anerkannte Ausbildung. Es wurde zu einer Qualifizierung, bei der sie ihre Fähigkeiten und persönliche Lebenserfahrung einbringen und einsetzen können.
Was sich im Juli 2010 nach der schriftlichen und praktischen Prüfung abzeichnete, wurde am Freitag, den 6. August offiziell: In Anwesenheit zahlreicher Gästen wurden im Fortbildungsreferat der GWW die ersten Urkunden mit der staatlichen Anerkennung zum geprüften Alltagsbetreuer überreicht. Geprüft wurden unsere Auszubildenden unter aktiver Beteiligung des Regierungspräsidiums Stuttgart. Von dort war Norbert Möllmann angereist, um sich persönlich von der Ausbildung und dem Kenntnisstand zu überzeugen. Nun hat er zum ersten Mal das Dienstsiegel des Landes Baden-Württemberg auf das Zeugnis der GWW-Auszubildenden gesetzt. Mit diesem Siegel ist ein weiterer wichtiger und entscheidender Etappensieg auf dem Weg für gleichberechtigte Bildungschancen für behinderte Menschen erreicht. Und es wird amtlich bestätigt, dass sie sowohl in der Lage sind, den theoretischen und praktischen Anforderungen dieses neuen Berufs, sowie den Vorgaben des Kultusministeriums gerecht zu werden.
Für den Initiator der Ausbildung und Leiter des Fortbildungsreferats der GWW Rolf Röhm ist diese Feierstunde ein zusätzlicher Meilenstein im Bemühen um gleichberechtigte Bildungschancen. Im Februar 2010 organisierte er den viel beachteten Fachtag zum Thema Alltagsbetreuer mit über 120 Teilnehmern. Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz informierte sich im Mai dieses Jahres über die neue von der GWW initiierte Ausbildung.
„Nur wer sich aufs Spielfeld wagt kann gewinnen, hat die Möglichkeit eine Medaille zu bekommen“, sagt Röhm. Dieses Wagnis und die Herausforderung das eigene Leben und die berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen sind in den vergangen Jahren über 25 Personen eingegangen. Sie sind seit ihrem erfolgreichen Abschluss als Alltagsbetreuer in verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Doch die beiden Mitarbeiter Melanie Eichhorn und Achim Hertel sind die ersten, die eine staatliche Anerkennung erhielten. Sie werden nun ihr Können und Wissen im Alltag unter Beweis stellen müssen.
Drei weitere Auszubildende haben darüber hinaus vor wenigen Tagen Ihre Zwischenprüfung erfolgreich bestanden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Susen Vierling, Susen.Vierling@gww-netz.de
oder bei
Bettina Kaufmann, Bettina.Kaufmann@gww-netz.de


