Pressemitteilung 15072

[11.06.2007] Pressemitteilung 15072


Pressemitteilung GWW

Landräte mit der Arbeit der GWW zufrieden: „Ein starker Partner für die Landkreise Böblingen und Calw“


Calw, den 11. Juni 2007

Die Landräte Bernhard Maier (Landkreis Böblingen) und Hans-Werner Köblitz (Landkreis Calw) sind mit der Arbeit der GWW als Träger der Eingliederungshilfe sehr zufrieden und über die Geschäftstätigkeit der GWW hatten sie nur positives zu berichten: „Die GWW ist unserer wichtigster Partner bei der Behindertenhilfe“

Aber trotz der guten Zahlen für das Jahr 2006 – mit einer Bilanzsumme von 57,3 Mio. €, einen Gesamtertrag 38,1 Mio. €; 25,8 Mio. € Ertrag im Werkstättenbereich, davon 16,0 Mio. € Nettoergebnis der Werkstätten und 9,8 Mio. € an Leistungsentgelten – steht die Behindertenhilfe auch vor neuen Herausforderungen, denn die Zahlen der behinderten Menschen nehmen um durchschnittlich 3% pro Jahr weiter zu. Mit einer demografischen Anpassung an die Gesellschaft, rechnet Geschäftsführer Rainer Knapp in ca. 10 Jahren.

Der Böblinger Landrat Bernhard Maier, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der GWW, hob den wirtschaftlichen Erfolg hervor, den man mit Auftraggebern wie der DaimlerChrysler AG und Bosch-Rexroth erzielt hat. Hob aber auch die Abhängigkeit der GWW von wenigen Großkunden hervor und verwies auf den breiten Mittelstand. Als einen neuen Weg hob er das landesweit einmalige Projekt mit einem Mittelständischen Unternehmen hervor. In Holzgerlingen werden Festzeltgarnituren im industriellen Maßstab gefertigt und behinderte Menschen und Langzeitarbeitslose werden hier einen gemeinsamen Arbeitsplatz finden und führte weiter aus: „Solche Projekte begleiten wir mit Beifall“.

Sein Kollege Hans-Werner Köblitz aus dem Landkreis Calw pflichtete ihm bei und hob einen anderen wichtigen Punkt hervor. Durch die Verlagerung der Aufgaben der Eingliederungshilfe vom Landeswohlfahrtsverband auf die Landkreise sieht er auch einen Paradigmenwechsel. „Wir Landkreise sind näher dran und können so auch im Einzelfall maßgeschneiderte Angebote machen“. Hierzu bedarf es auch eines staken Partners und den habe man in der GWW und weiter: „Mit der GWW können wir die Schubladisierung aufgeben und auch Experimente und neue Wege in der Eingliederungshilfe wagen“.

Neben den Werkstätten ist der zweite Schwerpunkt der GWW für behinderte Menschen den adäquaten Wohnraum zu schaffen. Auch hier geht man schon länger neue Wege. Schon lange wurde kein Wohnheim im klassischen Sinne mehr gebaut. Menschen mit einer Behinderung haben genau so individuelle Wünsche wie jeder andere auch. Von den 367 Wohnplätzen werden bisher nur 66 ambulante Plätze angeboten. Hier wohnen behinderte Menschen allein, als Paar oder auch in Wohngruppen zusammen. Der bedarf an individuellen Wohnformen ist vorhanden und wird weiter anwachsen. Knapp rechnet hier einmal damit, das sich der Bedarf an Wohnheimplätzen und individuellem Wohnbedarf angleichen wird.

Voraussetzung hierzu ist, weiterhin Übungsfelder für behinderte Menschen aufzumachen und individuelle Förderungen anzubieten. Nur so können behinderte Menschen Schritt für Schritt in eine selbständige Lebensführung entlassen werden betonte die stellvertretende Geschäftsführerin Andrea Stratmann.

Gute Karten dank GWW

„Die Landkreise haben gute Karten, weil sie die GWW haben,“ stellte Landrat Maier abschließend fest, denn hier werde das Ziel „ambulant vor stationär“ schon seit Jahren verfolgt. Man wolle den dezentralen Ansatz weiter ausbauen: Letztlich sollte das „Normalisierungsprinzip“ weiter voran getrieben werden, denn nur so werde Wahrnehmung und Kennenlernen erreicht, so finden behinderte Menschen Eingang in das Bewusstsein der Bevölkerung, ein entscheidender Schritt zur Integration.

Personen von links: Hartmut Schwemmle (Leiter des Auftragszentrums) erklärt den Landräten Hans-Werner Köblitz und Bernhard Maier die Funktion der Vergußanlage.
Personen von links: Hartmut Schwemmle (Leiter des Auftragszentrums) erklärt den Landräten Hans-Werner Köblitz und Bernhard Maier die Funktion der Vergußanlage.

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