Pressemitteilung 15054

[08.05.2006] Pressemitteilung 15054


Pressemitteilung GWW

Die ersten Pioniere eines neues Tätigkeitsfeld für behinderte Menschen haben bei der GWW ihre zweijährige Qualifizierung zum „Betreuungsassistenten“ abgeschlossen


Sindelfingen, den 08. Mai 2006

Nach dem erfolgreichen Konzept der Verkäuferausbildung für behinderte Menschen hat die GWW sich wieder auf Neuland begeben und zusammen mit der „Aktion Mensch„ das Projekt „Qualifizierung zum Betreuungsassistenten„ aus der Taufe gehoben. Nach zweijähriger Ausbildung haben fünf Absolventen ihre Abschlussprüfung mit gutem Erfolg bestanden.

Rolf Röhm von der GWW verglich in seinem Eingangsworten die ersten Betreuungsassistenten mit Pionieren, die Neues entdecken, neue Wege gehen, um das Erreichte auch für andere nutzbar machen zu können. „Genau das ist Ihnen, das ist uns mit dieser Qualifizierung zu Betreuungsassistenten gelungen“.

Ministerialrat Walter Kohler vom Sozialministerium Baden-Württemberg, der die Zertifikate übergab, äußerte sich lobend der neuen Wege, die bei der GWW begangen werden. Von Seiten des Sozialministeriums ist man gewillt hier ein rechtlich anerkanntes Berufsbild zu etablieren. Unter dem Arbeitstitel „Service- und Präsenzkräfte“ werden die rechtlichen Grundlagen geprüft. Ministerialrat Kohler ist sich dahingehend sicher eine gesetzliche Lösung zu finden, denn „wir brauchen diese Leute“ führte er weiter aus.

Was aber steckt genau hinter dem „Betreuungsassistenten“ und wie kam es dazu?
Einerseits kommen von den Förderschulen vermehrt Menschen mit einem erhöhten Hilfebedarf zur GWW, andererseits stellen wir einen Rückgang an Pflegehilfskräften und Zivildienstleistenden fest. Auch haben wir festgestellt, dass behinderte oder psychisch kranke Menschen sich tagtäglich ihrer weniger mobilen Mitmenschen annehmen, sich eben hier „mitverantwortlich“ sehen. Dieses soziale Engagement, welches eher sporadisch von innen heraus eines jeden einzelnen praktiziert wurde, brachte die Idee zum „Betreuungsassistenten“.

Von der GWW, die sich schon lange um die berufliche Förderung der behinderten Menschen kümmerte, wurde mit dieser erste Qualifizierungsmaßname wieder Neuland betreten und man fand hier eine breite Unterstützung – von der „Aktion Mensch“ bis hin zum Sozialministerium.

Während nun die ersten „Betreuungsassistenten“ ihren Arbeitsplatz im Förder- und Betreuungs-, Berufsbildungs- oder Arbeitsbereich der Werkstatt aufnehmen und sich in ihr zukünftiges Arbeitsfeld einarbeiten, stehen die Teilnehmer des zweiten Qualifizierungskurses vor ihrem praktischen Teil – sicher mit weniger Unbehagen im Bauch, denn die ersten Pioniere haben gezeigt, dass es zu schaffen ist.



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