Neue Chance für Jugendlichen ohne Ausbildung oder Arbeit
Gärtringen, 16. November 2009
Systemsprenger - ein Förderschwerpunkt der Stiftung ZENIT ging an den Start.
In seinem ersten Projekt unterstützt ZENIT derzeit fünf Jugendliche, die sich damit schwer tun, in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Mit profession-eller Begleitung, die auf jede einzelne Person zugeschnitten ist, soll der wichtige Schritt in den Beruf und in die Gesellschaft gelingen. Schritt für Schritt werden weitere junge Menschen in das Projekt aufgenommen. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Kreissparkasse Böblingen.
In dem Projekt werden mit den Jugendlichen Pläne geschmiedet, Fähigkeiten abgeklärt, Zielvereinbarungen getroffen und mit den festgelegten Vereinbarungen nach passenden Fördermöglichkeiten und individuellen Lösungen gesucht. Konkret bedeutet dies: Hausbesuche machen, motivieren, Verhaltensweisen reflektieren, passende Praktikumsstellen anbieten, Fähigkeiten feststellen und fördern, schon gemachte Erfahrungen zusammentragen, bei Bewerbungen helfen, passende Arbeitsmöglichkeiten oder Ausbildungsplätze suchen bzw. organisieren.
Als möglicher ‚Jobcoach‘ dem Jugendlichen, dem Arbeitgeber, den Kollegen bei der Arbeit bzw. bei der Ausbildungsstelle zur Verfügung zu stehen. Dabei gilt es kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dagegen zu steuern. Die notwendige Koordination der vorhandenen Hilfen zwischen den verschiedensten Unterstützern wie z.B. aus Berufsschule, eventuellem Pate, eventuellen Wohnbetreuern, Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsbegleitenden Maßnahmen etc., wird in eine Hand genommen. Je nach Bedarfslage wird Unterstützung auch bei einer Wohnungssuche gegeben oder es wird beim Ausfüllen von Anträgen geholfen oder auch bei der Freizeitgestaltung beraten. Dabei steht das Interesse des jeweiligern Jugendlichen im Vordergrund.
Damit das Projekt „Systemsprenger“ ein Erfolg wird, wird auf vielseitige Unterstützung von Jobcenter, Arbeitsagenturen, Kreissozialamt, Kreisjugendamt, Jugendreferaten der Gemeinden, Beratungsstellen sowie auf die Angebote von Bildungsträgern, Schulen und Arbeitgebern aufgebaut.
In seiner Rede führte Landrat a.D. Bernhard Maier aus, dass er als Stiftungsratsvorsitzender weiter den Gedanken verfolge, der ihn schon als Landrat beschäftigt hat: Ein immer größer werdender teil junger Leute sind benachteiligt und haben keine Chance einen Beruf zu erfassen und im Leben Fuß zu fassen. „Hier haben wir ein Problem“ und mit dem Projekt der Stiftung ZENIT, sieht er die Möglichkeit, „junge Menschen an die Hand zu nehmen und dazu zu bringen, ihr Leben selbst zu gestalten“.
Carsten Claus, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse, betonte, das die KSK im Landkreis gut verankert ist. „So haben wir auch erkannt, dass ein Teil der Gesellschaft nicht mehr dabei ist“ und weiter „Ich denke, dass das Geld gut angelegt ist, was wir in die Stiftung ZENIT einbringen“ und überreichte an Altlandrat Maier und an marlis Haller von der Stiftung ZENIT einen Scheck in Höhe von insgesamt 10.000 Euro (5.000 Euro 2009 und 5.000 Euro 2010).
Marlis Haller bedankte sich für die großzügige Unterstützung (Siehe Anlage Spendenübergabe_2). So können nun im Einzelfall notwendige Maßnahmen, wie zusätzliche Qualifizierungen (ggf. Führerschein) oder auch nur Fahrgeld für die Fahrt zum Praktikum in Angriff genommen werden. Vorrangig bleibt aber die Finanzierung über einen möglichen Kostenträger.
Die Stiftung ZENIT
Die 2008 gegründete Stiftung ZENIT ist eine unternehmensverbundene, rechtsfähige und gemeinnützige Förderstiftung. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten jungen Menschen eine Perspektive für die Zukunft zu geben, indem sie deren wirtschaftliche und soziale Integration unterstützt, besonders durch die Förderung der beruflichen Qualifikation und ehrenamtlichen Hilfen, dem Aufbau Gemeinde integrierter Netzwerke, sowie die Durchführung und Unterstützung von Projekten zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration einschließlich der Teilhabe am kulturellen Leben der Gesellschaft.
Das Stiftungsvermögen besteht aus den Geschäftsanteilen der KD Sondermaschinenbau GmbH und der FEMOS, ein Integrationsunternehmen, welches von der GWW gegründet wurde.
ZENIT – Zentrum für Eingliederung, Nachteilsausgleich, Integration und Teilhabe
Weitere Informationen:
Marlis Haller
Telefon: 07031 68748 - 61
E-mail: marlis.haller@stiftung-zenit.de


