GWW, HP und Philips – eine Partnerschaft

25 Jahre Integration von behinderten Menschen bei HP und Philips


Böblingen/Gärtringen, 12. November 2009

Einen Grund zur Freude haben die GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohn-stätten GmbH, sowie HP und PHILIPS: Am 12.November feiert die Außengruppe der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Herrenberg ihre 25-jährige Partnerschaft mit HP und Philips. Die behinderten Mitarbeiter der GWW arbeiten in den Räumen der beiden Firmen, führen für die Unternehmen Dienstleistungen durch und sind dadurch in den Produktionsprozess fest eingebunden.

Die ersten Aufträge wurden schon vor 35 Jahren, damals noch von Hewlett-Packard an die Herrenberger Werkstatt der GWW vergeben. Die Mitarbeiter mit einer Behinderung lieferten eine hervorragende Arbeit ab. Mit der Steigerung des Auftragsvolumens und auf persönlicher Initiative der HP Geschäftsführung hin entstand die Idee, behinderte Mitarbeiter der GWW direkt am Standort zu beschäftigen und so ins Berufsleben zu integrieren. 1984 nahm eine vierköpfige Gruppe der Werkstatt Herrenberg bei HP die Arbeit auf. Heute besteht diese Gruppe aus 32 Mitarbeitern, die entweder in Gültstein bei HP oder in Böblingen bei Philips arbeiten. Dabei werden Dienstleistungen, wie Kuvertierungs- und Kommissionierungsarbeiten, Mailingaktionen, Datenbankverwaltung, Materialweiterleitung, Montagearbeiten und Durchführung von Tests. „Unsere Mitarbeiter schätzen die Zuverlässigkeit und Flexibilität der GWW-Gruppe“, bekräftigt Ernst Reichart, HP Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen, „diese Integration bringt Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen und trägt zu einem besseren Verständnis voneinander und zu einem unkomplizierten Umgang miteinander bei.“

Für jeden dieser Mitarbeiter oder Mitarbeiterin war es ein großer Schritt in eine ungewisse Zukunft, welcher auch mit Ängsten besetzt war. Von Seiten der GWW wurde jeder individuell beraten und betreut. Ebenso auch von HP und Philips. Hier sorgt Waldemar Röhm seit 1996 als Verantwortlicher für die GWW-Gruppe für Kontinuität. Exemplarisch steht hier die Aussage von Dietmar S., einem Mitarbeiter der GWW Gruppe bei Philips: „Am Anfang hatte ich Angst, es könnte schwierig werden, und es war auch schwierig. Aber meine Kollegen sind sehr nett, und seit ich mich eingearbeitet habe, geht es viel einfacher“. Und generell konnte man bei der GWW feststellen, dass die Mitarbeiter durch ihre Arbeit bei Philips selbstbewusster, selbständiger und aktiver geworden sind.

Diese „Normalität“ der Arbeit in einem Unternehmen hilft das Selbstwertgefühl der behinderten Menschen zu steigern. So kann auch als Erfolg bewertet werden, dass in den 34 Jahren 14 GWWler den Sprung in ein normales Beschäftigungsverhältnis geschafft haben.

Ein außergewöhnliches Jubiläum wird mit einem offiziellen Festakt begangen. Neben Grußworten von Ernst Reichart (HP), Michael Dreher, Geschäftsführer Philips Medizinsysteme GmbH, Landrat Roland Bernhard, Rainer Knapp, Geschäftsführer der GWW, sowie zwei Mitarbeiterinnen der GWW-Gruppe, gibt es eine Ausstellung über die Arbeit der GWW. Bei einem kleinen Umtrunk im Anschluss haben Gäste und Mitarbeiter die Möglichkeit zum Gespräch. Auch ein Wiedersehen gibt es, denn unter den geladenen Gästen sind auch Mitarbeiter von HP und GWW, die schon bei der Gründung dabei waren.

„So schön der Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte ist, schön wäre es, wenn wir nicht nur Jubiläen von Modellprojekten wie bei Hewlett-Packard und Philips feiern würden, sondern, wenn es normal wird, dass Menschen mit Behinderungen in einem Betrieb arbeiten können“ sagt Herbert Beilschmidt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der GWW. Und weiter: „Sicher, nicht alle, die in den Werkstätten der GWW arbeiten, können diesen Weg gehen. Sicher ist aber auch, dass es wesentlich mehr sein könnten, wenn sich andere Unter-nehmen, auf ein ähnliches Abenteuer wie HP und Philips einließen. Hierzu gehört in erster Linie unternehmerischer Mut, denn eine Unterstützung durch die GWW kann als sicher gelten und staatliche Fördermittel für die Beschäftigung von behinderten Menschen stehen in der Regel zur Verfügung.“

Über HP
HP eröffnet Privatpersonen, Unternehmen und der Gesellschaft neue Möglichkeiten, Technologie innovativ einzusetzen. Als weltweit größtes Technologie-Unternehmen bietet HP ein umfassendes Portfolio, das Kunden dabei hilft, ihre Ziele zu erreichen – dazu gehören Lösungen in den Segmenten Drucken, Personal Computing, Software, Dienstleistungen und IT-Infrastruktur.

Weitere Informationen zum Unternehmen (NYSE, Nasdaq: HPQ) und zu den Produkten finden Sie unter
www.hp.com/de

Presseinformationen und Bildmaterial finden sich in chronologischer und thematischer Reihenfolge unter
www.hp.com/de/presse

Über Philips
Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Healthcare, Lighting und Consumer Lifestyle. Das Markenversprechen "sense and simplicity" verdeutlicht den Anspruch des Konzerns, Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu liefern, die auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnitten sind. Philips beschäftigt 134.200 Mitarbeiter in über 60 Ländern und erzielte 2007 einen Umsatz von 27 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist weltweit marktführend bei diagnostischer Bildgebung, Patientenüberwachungssystemen, energieeffizienten Beleuchtungslösungen und Lifestyle Produkten. Die deutsche Philips GmbH mit Sitz in Hamburg beschäftigt rund 6.900 Mitarbeiter und erzielte 2007 einen Umsatz von 3,43 Milliarden Euro.

In Böblingen entwickelt und produziert das Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern Patientenüberwachungssysteme für den weltweiten Markt. Sie kommen vor allem in der Notfall- und Intensivmedizin, der Schwangerschafts- und Neugeborenenüberwachung, bei Operationen und in der Anästhesie zum Einsatz. Mit mehreren hunderttausend Monitoren, die weltweit installiert sind, ist Philips in diesem Bereich marktführend.

Über die GWW
Die GWW hat sich zur Aufgabe gemacht, für über 1.300 behinderte Menschen in den Landkreisen Böblingen und Calw Arbeits- und Wohnplätze in der jeweils geeigneten Form zu schaffen und die notwendigen Hilfe- und Förderleistungen bereitzustellen.

Weitere Informationen zur GWW finden Sie hier >>

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