PM_07.2008

[23.07.2008] PM_07.2008


Pressemitteilung der GWW

Der Förder- und Betreuungsbereich bei der GWW in Nagold platzte aus allen Nähten


Nagold, 23.Juni.2008

Mit dem Neubau des Förder- und Betreuungsbereiches bei der GWW – Gemeinnützige Werkstätten & Wohnstätten GmbH in Nagold wurde Platz geschaffen für die Betreuung für behinderte Menschen mit einem erhöhten Hilfebedarf. Heute wird der Neubau seiner Bestimmung übergeben.

Schon 2004 zeichnete sich für die Zukunft ein erhöhter Platzbedarf für den Förder- und Betreuungsbereich ab und die Planung wurde aufgenommen. Geschaffen wurden drei neue Gruppenräume in den 18 Personen mit erhöhtem Hilfebedarf tagsüber betreut und unterstützt werden können. Hierbei handelt es sich um Menschen die auch stark körperbehindert sind und oft auch auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Nach den Bedürfnissen dieses Personenkreises wurden auch die Räumlichkeiten ebenerdig nebeneinander gebaut. Auch die Gemeinschaftsräume wie Küche und Essraum, sowie die Funktionsräume wie Pflegebad und Toiletten, sind in unmittelbarer Nähe und gut zu erreichen.

So wurden die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um den behinderten Menschen die Geborgenheit in „eigenen“ Räumlichkeiten zu bieten. Aber auch der bedarf nach Rückzugsmöglichkeiten und eine „Ruhezone“ wurde bei der Gestaltung berücksichtigt. Angedockt an die Gruppenräume sind Räumlichkeiten, welche die notwendige Betreuung, individuelle Begleitung und Pflege in der notwendigen Qualität sicher stellen.

Im Mittelpunkt steht der offene Gemeinschaftsbereich, der bestens geeignet ist, kommunikative Begegnung und Erleben zu ermöglichen. Wichtig ist hierfür besonders die Küche, in der gemeinsam mit den betreuten Personen unter bedarfsgerechter Anleitung und Begleitung gekocht und gebacken wird.

Für einen respektvollen Umgang mit den Menschen mit Behinderung, auch im Intimbereich sorgen rollstuhlgerechte Duschen und Toiletten. Wenn dabei Unterstützung benötigt wird, sind die übersichtlichen, kurzen Wege für das Personal ein Pluspunkt.

Auch der Computer ist ein wichtiges Kommunikationsmittel und dient der „Unterstützten- und Gestützten Kommunikation.“ Diese Methode ermöglicht es, sich mit behinderten Menschen, die sich nicht mit der eigenen Sprache verständigen können, sich mittels Schrift am Computer zu verständigen. So nutzt eine junge Frau mit schwerer körperlicher Behinderung, den Computer mittels Handicapausgleich für Briefe, Spiele und das Eingeben der Essensliste. Für sie ist der Computer die Brücke zur Normalität.

Aber auch für Persönlichkeitsfördernde Angebote ist Platz vorhanden und es bieten sich wunderbare Möglichkeit für gruppenübergreifende Angebote wie Sport, Gymnastik, Percussiongruppe, musizieren und auch für Wahrnehmungsangebote wie zum Beispiel die „Basale Stimulation“. Auch die persönliche Einstimmung mit Musik und Lichtreflexen ist ein ganz wichtiger Punkt. Dabei spielt das Kugelbad eine ganz besondere Rolle. Hier können sich die behinderten Menschen sprichwörtlich „loslassen“ und in eine andere Welt eintauchen.
Das Ergebnis des Neubaus für den Förder- und Betreuungsbereiches erfüllt die Erwartungen für alle Beteiligten, denn zu den Zielen der GWW gehör: „Bei dem Bau von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ist die Berücksichtigung der Anforderungen für eine möglichst individuelle Lebensführung zentrales Planungsgebot."

Dies ist mit diesem Neubau wunderbar gelungen und wird schon mit Leben gefüllt, wie von der Percussiongruppe die jetzt schon fleißig für den Theaterauftritt in der Nagolder Stadthalle im November übt.

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