Wissenswertes

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06.08.2010

Ziel erreicht! Menschen mit Behinderung erhalten ihre staatliche Anerkennung zum geprüften Alltagsbetreuer - wenn aus einer Idee Wirklichkeit wird

Zeugnisübergabe: Rolf Röhm, Melanie Eichhorn, Achim Hertel, Norbert Möllmann
Zeugnisübergabe: Rolf Röhm, Melanie Eichhorn, Achim Hertel, Norbert Möllmann


Zwei Auszubildende sind nun staatlich geprüfte Alltagsbetreuer und erhielten zum ersten Mal ein Diplom mit dem Landessiegel des Landes Baden Württemberg.

Vor acht Jahren war es nur eine Idee, ein Suchen und Fragen nach neuen Arbeits- und Betätigungsfeldern. Für Menschen mit Behinderungen wurde aus dieser Idee nach langem, mühevollem Weg eine anerkannte Ausbildung. Es wurde zu einer Qualifizierung, bei der sie ihre Fähigkeiten und persönliche Lebenserfahrung einbringen und einsetzen können.

Was sich im Juli 2010 nach der schriftlichen und praktischen Prüfung abzeichnete, wurde am Freitag, den 6. August offiziell: In Anwesenheit zahlreicher Gästen wurden im Fortbildungsreferat der GWW die ersten Urkunden mit der staatlichen Anerkennung zum geprüften Alltagsbetreuer überreicht.
Geprüft wurden unsere Auszubildenden unter aktiver Beteiligung des Regierungspräsidiums Stuttgart. Von dort war Norbert Möllmann angereist, um sich persönlich von der Ausbildung und dem Kenntnisstand zu überzeugen. Nun hat er zum ersten Mal das Dienstsiegel des Landes Baden-Württemberg auf das Zeugnis der GWW-Auszubildenden gesetzt.
Mit diesem Siegel ist ein weiterer wichtiger und entscheidender Etappensieg auf dem Weg für gleichberechtigte Bildungschancen für behinderte Menschen erreicht. Und es wird amtlich bestätigt, dass sie sowohl in der Lage sind, den theoretischen und praktischen Anforderungen dieses neuen Berufs, sowie den Vorgaben des Kultusministeriums gerecht zu werden.

Für den Initiator der Ausbildung und Leiter des Fortbildungsreferats der GWW Rolf Röhm ist diese Feierstunde ein zusätzlicher Meilenstein im Bemühen um gleichberechtigte Bildungschancen. Im Februar 2010 organisierte er den viel beachteten Fachtag zum Thema Alltagsbetreuer mit über 120 Teilnehmern. Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz informierte sich im Mai dieses Jahres über die neue von der GWW initiierte Ausbildung.

„Nur wer sich aufs Spielfeld wagt kann gewinnen, hat die Möglichkeit eine Medaille zu bekommen“, sagt Röhm. Dieses Wagnis und die Herausforderung das eigene Leben und die berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen sind in den vergangen Jahren über 25 Personen eingegangen. Sie sind seit ihrem erfolgreichen Abschluss als Alltagsbetreuer in verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Doch die beiden Mitarbeiter Melanie Eichhorn und Achim Hertel sind die ersten, die eine staatliche Anerkennung erhielten. Sie werden nun ihr Können und Wissen im Alltag unter Beweis stellen müssen.
Drei weitere Auszubildende haben darüber hinaus vor wenigen Tagen Ihre Zwischenprüfung erfolgreich bestanden.


Weitere Informationen erhalten Sie bei
Frank Dengler, Frank.Dengler@gww-netz.de
oder bei
Bettina Kaufmann Bettina.Kaufmann@gww-netz.de




14.06. - 19.06.2010

Bronze für GWW-Mannschaft in Bremen



Nach einer Woche und zwölf Spielen jubelten die Fußballspieler und Trainer der Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten (GWW) über den dritten Platz bei den diesjährigen Special Olympics National Games in Bremen.

Vom 14.bis 19. Juni trafen sich dort Menschen mit Behinderung zu den siebten National Games, um in 20 Sportarten ihr Können unter Beweis zu stellen. Bei dieser in Deutschland einzigartigen Großveranstaltung nahmen rund 4.550 Athleten, sowie 1.550 Trainer und Betreuer aus dem gesamten Bundesgebiet teil.
Mit dabei war auch die Fußballmannschaft der GWW Sindelfingen mit Spielern und Betreuern aus den Werkstätten Herrenberg und Calw. In einem Teilnehmerfeld von 74 Mannschaften aus ganz Deutschland wurden sie dritte und errangen damit die Bronzemedaille. Das regelmäßige Training im Rahmen der begleitenden Angebote der Werkstätten machte sich in den anspruchsvollen Vorrundenspielen gegen die Mannschaften von Einrichtungen aus Gifhorn, Köln, Moers, Niederrhein und Frankfurt bezahlt. Die GWW Sindelfingen konnte sich in spannenden Spielen durchsetzen und kam in der Finalrunde unter die sieben besten Mannschaften des Turniers. Nach weiteren hart umkämpften Spielen konnte die GWW-Mannschaft Bremen, Ansbach, Ostberlin und Niederrhein hinter sich lassen.
Geschlagen wurde sie am Ende nur von den Mannschaften Berlin-Lichtenfels und Kiel-Drachensee.

Bei den Special Olympics National Games für Menschen mit Behinderung steht ohnehin der Olympische Gedanke „ Dabei sein ist alles „ ganz im Vordergrund. Das wurde schon bei der Eröffnungsfeier durch den Special-Olympics-Eid „Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben“ auf den Punkt gebracht.
Bei der Siegerehrung in der Pauliner Marsch vor dem Weserstadion, nahmen die Spieler aus den Händen von Ex-Nationalspieler und Europameister Dieter Eils mit Freude und Stolz die Bronzemedaille in Empfang.
Der Trainer Dieter Decker dazu: „Diese ereignisreiche Woche mit vielen emotionalen Momenten wird Spielern und Trainern noch lange in Erinnerung bleiben und als Motivation für die National Games 1012 in München dienen.“




Seite zuletzt geändert am: 16.08.2010
Was wir wissen, ist ein Tropfen;
was wir nicht wissen, ein Ozean.
Isaac Newton